CDU Ortsunion Amelsbüren
#WIRINMÜNSTER

25 Kinder in Amelsbüren sind betroffen

CDU fordert Kurskorrektur beim Schülerspezialverkehr

Die Diskussion um die geplante Abschaffung des Schülerspezialverkehrs gewinnt weiter an Brisanz. Aktuelle Rückmeldungen aus der Praxis zeigen nun konkret, welche Auswirkungen die Beschlüsse der Rathausmehrheit in Amelsbüren haben. Allein an der örtlichen Davert-Schule sind derzeit 25 Kinder auf den Schulbus angewiesen. „Diese Zahl macht deutlich, dass es hier nicht nur um eine Position im städtischen Haushalt geht, sondern um konkrete Lebensrealitäten von Familien in unserem Stadtteil“, sagte der Amelsbürener Ratsherr und CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Stefan Weber. „Für diese Kinder und ihre Eltern bedeutet der Schülerspezialverkehr Sicherheit, Verlässlichkeit und Planbarkeit im Alltag.“

Nach den Beratungen im Schulausschuss soll der Spezialverkehr – mit Ausnahme einzelner Verbindungen nach Loevelingloh – noch bis zum Schuljahr 2026/27 fortgeführt und anschließend weitgehend eingestellt werden. Die CDU sieht darin eine erhebliche Benachteiligung der Außenstadtteile. „Gerade in Stadtteilen wie Amelsbüren sind die Wege länger, die Infrastruktur ist anders als in der Innenstadt. Wer hier in den Stadtteilen wie Amelsbüren den Schulbus streicht, verschärft die Ungleichheit innerhalb unserer Stadt“, so Weber weiter.

Die CDU kritisiert vor allem, dass die Entscheidung getroffen wird, ohne die konkreten Auswirkungen am Ort ausreichend zu berücksichtigen. Viele Eltern seien sich der Tragweite der geplanten Änderungen bisher nichtvollständig bewusst. „Mit dem Beschluss des Doppelhaushalts am 25. März werden die Weichen bis Ende 2027 gestellt. Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, wird ein funktionierendes System aufgegeben“, warnte Weber.

Aus Sicht der CDU ist die Finanzierung des Schülerspezialverkehrs weiterhin gut möglich, wenn politische Prioritäten sinnvoller gesetzt werden. So könnten Mittel durch den Verzicht auf das städtische 29-Euro-Ticket gewonnen werden, da mit dem Deutschlandticket bereits ein vollständiges Angebot existiert. „Es ist eine Frage der Prioritäten. Wollen wir ein zusätzlich subventioniertes Ticket finanzieren oder sichere Schulwege für unsere Kinder gewährleisten? Für uns ist die Antwort klar“, betont Weber. Die CDU ruft Eltern und Schulen auf, ihre Erfahrungen und Einschätzungen jetzt aktiv in die politische Debatte einzubringen.