Tempo für Tempo 30 in Amelsbüren
Tempo 30 im Amelsbürener Straßenverkehr wird kommen voran. Nach einem Gespräch mit Norbert Vechtel, dem Leiter des städtischen Ordnungsamtes, macht Amelsbürens Ratsherr Stefan Weber „Tempo für Tempo 30“. Die Verwaltung kündigt einen neuen, rechtssicheren Ansatz an, um Tempo-30-Anordnungen künftig schneller und geordneter umzusetzen, auch im engen Schulterschluss mit der Feuerwehr. „Das ist alles andere als revolutionär, sondern es geht um einige Meter, um mit Tempo 30 mehr Sicherheit und weniger Lärm zwischen Ortseingang und Ortsausgang mit den entsprechenden Straßenschildern zu erreichen“, sagte Weber. „Der Fahrzeitverlust liegt im Sekundenbereich, der Gewinn an Lebensqualität ist dagegen deutlich spürbar.“
Viele Straßen im Ortsteil sind eng, häufig ohne Radwege und werden intensiv von Kindern und Jugendlichen genutzt. Tempo 30 sorgt hier für ruhigeren Verkehr, weniger Lärm, bessere Übersicht – und damit für mehr Sicherheit für die Schwächsten im Verkehr. „Vorrang für Kinderwagen, Schulranzen und Rollatoren, dann erst kommt das Gaspedal“ , so Weber.
Die Erfordernisse der Feuerwehr an verlässliche Hilfs- und Rettungsfristen werden ausdrücklich berücksichtigt. Eine neue Grundsatzvereinbarung sieht vor, im Jahr 1997 getroffene Vorbehalte gemeinsam zu aktualisieren. Künftig gelten klare, nachvollziehbare Kriterien, die sowohl Verkehrssicherheit als auch Einsatzfähigkeit sichern. Gerade für Amelsbüren – etwa auf der Davertstraße, der Ottmarsbocholter Straße und Am Dornbusch – sieht die Stadtverwaltung gute Voraussetzungen für Tempo 30, ohne die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zu beeinträchtigen. „Tempo 30 ist hier machbar, verantwortbar und sinnvoll“, betonte Weber. Im Mai seien Grundsatzentscheidungen in den politischen Gremien zu erwarten und erste Umsetzungen in diesem Jahr realistisch.