CDU Ortsunion Amelsbüren
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"Nicht hinnehmbar!“

CDU Amelsbüren zieht rote Linie im Haushaltsstreit: "Stadt muss liefern“

Amelsbüren. Der neu gewählte Vorstand der CDU-Ortsunion Amelsbüren hat sich konstituiert und seine inhaltlichen Schwerpunkte für die kommenden Monate festgelegt. Im Mittelpunkt der ersten Beratungen stand gemeinsam mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Astrid Bühl in der Bezirksvertretung Hiltrup der aktuelle Haushaltsentwurf der Stadt Münster – mit ernüchterndem Ergebnis für den Stadtteil. „Wir haben die große Sorge, dass Amelsbüren von einer innenstadtfixierten Politik der Grünen erneut nicht ausreichend wahrgenommen wird“, erklärte der Vorsitzende der CDU-Ortsunion Amelsbüren, Sebastian Lieske. „Während im Zentrum millionenschwere Prestigeprojekte diskutiert werden, geraten zentrale Fragen der Daseinsvorsorge in den Stadtteilen zunehmend unter Druck.“

Sebastian Lieske ist neuer Vorsitzender der CDU Amelsbüren.Sebastian Lieske ist neuer Vorsitzender der CDU Amelsbüren.

Besonders kritisch sieht die CDU Amelsbüren, dass nach der kontroversen Debatte um die Verteilung der Schulsozialarbeit im vergangenen Jahr nun erneut eine grundlegende Ausstattung von Schulen in Frage gestellt wird. „Dass ausgerechnet in einem wachsenden Stadtteil erneut an elementaren Strukturen gespart werden soll, ist nicht hinnehmbar“, so Lieske. Mit großer Sorge betrachtet die CDU zudem die geplante Einstellung der Finanzierung des Schülerspezialverkehrs. Dies betreffe insbesondere die Loevelingloh-Grundschule, die einen erheblichen Teil ihrer Schülerschaft aus Mecklenbeck aufnimmt. „Wenn diese Unterstützung wegfällt, gefährdet das faktisch den Fortbestand der einzügigen Schule. Das wäre ein schwerer Schlag für Amelsbüren“, betonte Lieske.

Deutliche Kritik äußerte die CDU-Ortsunion auch an der erneuten Verschiebung der geplanten Mehrzweckhalle auf dem Gelände des örtlichen Sportvereins. Die Halle sei sowohl für den Schul- als auch für den Vereinssport von zentraler Bedeutung. „Noch im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung einen konkreten Zeitplan in Aussicht gestellt. Nun soll sich das Projekt um weitere drei Jahre verzögern. Das ist für uns nicht akzeptabel“, sagte Lieske. „Amelsbüren wächst – und mit dem Wachstum steigen auch die berechtigten Ansprüche an Infrastruktur, Bildung und Sport“, so Lieske weiter. „Die Stadt steht hier klar im Obligo zu liefern. Es ist schlicht ungerecht, dem Domplatz oder dem Martiniviertel ein millionenteures Facelift zu verpassen, während in den Stadtteilen notwendige Investitionen in Schulen, Sport und Mobilität ausbleiben.“

In den kommenden Wochen will die CDU-Ortsunion Amelsbüren das Gespräch mit den anderen im Stadtteil vertretenen Parteien suchen. Ziel sei es, parteiübergreifend tragfähige Lösungen für die zentralen Anliegen Amelsbürens zu entwickeln und gemeinsam gegenüber Rat und Verwaltung einzufordern. „Es geht nicht um Parteipolitik, sondern um faire Chancen und verlässliche Rahmenbedingungen für unseren Stadtteil“, so Lieske.